SO 10.06.2018 Frankfurt – Florenz

Heute fliegen wir von Frankfurt nach Florenz, wo wir am Aeroporto Amerigo Vespucci abgeholt und zu unserem Hotel Le Due Fontane im Herzen der Stadt gebracht werden. Das Hotel liegt am Piazza della Santissima Annunziata, einem schönen Platz in Florenz, der von zwei prächtigen Brunnen und einem Reiterstandbild geschmückt wird. An seiner Nordseite liegt die gleichnamige Kirche, deren größter Schatz ein Gemälde ist, das von einem Mönch begonnen und angeblich von einem Engel fertiggestellt wurde.

Annunziata ist die Bezeichnung für das im Lukasevangelium geschilderte Ereignis der Verkündigung durch den Erzengel Gabriel, dass die Jungfrau Maria den Sohn Gottes vom Heiligen Geist empfangen und ihn gebären werde. Das Mysterium der jungfräulichen Geburt kann man als aufgeklärter Mensch glauben oder auch nicht. Daher jedenfalls der Name der Kirche und des Platzes.

Unser Stadthotel Le Due Fontane hat (vielleicht) mal bessere Tage gesehen. Die Zimmer sind klein und dunkel in dem Garni-Hotel und es gibt keine Bar für einen abendlichen "Absacker". Es ist das bescheidenste und abgewohnteste Stadthotel, das ich bisher auf meinen Reisen kennengelernt habe. Und es ist typisch für viele Stadthotels in Italien, die keine öffentlichen Hilfen für notwendige Renovierungen erhalten. Italien verwaltet nur leere Kassen.

Als Ort zum Relaxen bietet sich ein paar Schritte weiter die bewirtschaftete Dachterrasse Il Caffe del Verone auf dem Brunelleschi- Bau des ehemaligen Waisenheims und Kinderkrankenhauses Ospedale degli Innocenti mit herrlichem Ausblick über die Dächer von Florenz an. Die Terrasse ist aber nur bis 19:00 geöffnet. Dieses Open Air- Café soll in den nächsten Tagen unser Lieblingsplatz für einen Aperitif vor dem Dinner werden.

Am Abend lernen wir unsere Reiseleiterin Barbara Giuntoli kennen. Sie ist gebürtige Florentinerin und eine exzellente Kennerin der Toskana. Die Mindestteilnehmerzahl für diese Reise wurde nicht erreicht, dennoch führt der Veranstalter SKR sie gegen geringe Zuzahlung exklusiv für Karin und mich durch. Zwischen Barbara und uns stimmt die Chemie auf Anhieb, wir duzen uns von Anfang an. Barbara erläutert uns bei einem traditionellen Abendessen in einer nahen Trattoria das Programm der nächsten Tage.

Die toskanische Küche hat nicht die Raffinesse der französischen Küche, sie ist eher bescheiden und bodenständig. Erwarten Sie also nicht einen Gaumen- Orgasmus, sondern eher den baldigen Eintritt eines Sättigungsgefühls. Hier werden traditionell z.B. Kutteln und Labmagen verarbeitet, altes Brot zur Verlängerung von Suppe, z.B. in der Ribollita, eingesetzt und Salami aus fettem Schweinefleisch mit Fenchelsamen produziert. Natürlich verwendet man viel Olivenöl, sowohl für Salate als auch für Gebratenes und Geschmortes.

MO 11.06.2018 Pisa – Lucca

Um die vollen Straßen von Florenz und den hektischen Verkehr Italiens zu vermeiden fahren wir heute in Begleitung von Barbara mit dem Zug zu unseren nächsten Zielen. Als erstes besuchen wir Pisa.

Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit war Pisa einer von mehreren Stadtstaaten und eine der Seerepubliken Italiens. Die Stadt stand in ständiger Konkurrenz zu seinen Nachbarn Lucca, Florenz und Siena bis sie 1406 ihre Selbständigkeit an Florenz verlor.

Wahrzeichen der Stadt ist der als Schiefer Turm von Pisa bekannte Campanile des Doms auf der Piazza dei Miracoli im Norden des Stadtzentrums. Der Platz hat natürlich gar nichts zu tun mit der bei uns bekannten Fertigmischung für Spaghetti, der Name bedeutet übersetzt Platz der Wunder. Auf diesem Platz steht das berühmte Ensemble, bestehend aus dem Baptisterium als größte Taufkirche der Welt, dem Friedhof Camposanto Monumentale und dem kreuzförmigen Dom Santa Maria Assunta mit seinem schiefen Campanile.

Über das Gelände führt uns Laura, eine Kunsthistorikerin, deren Sprechgeschwindigkeit mich an ein MG- Feuer erinnert. Sie ist Pisanerin und verhehlt bei ihren Ausführungen nicht die immer noch schwelende Animosität zu Florenz, das sich damals Pisa in seinen Herrschaftsbereich einverleibt hat. Pisa hat sich davon nie wieder erholt.

Der Dom wurde seit seiner Erbauung immer wieder erweitert. Die Baumeister trauten der Statik nicht und setzten viele zusätzliche Säulen in das Kirchenschiff, die das Gewölbe tragen sollten. Dadurch wirkt der sowieso dunkle Innenraum auf mich sehr erdrückend.

Bekannt wurde Pisa auch durch das Konzil von Pisa im Jahre 1409, das durch die Wahl Alexander V. und dessen Nachfolger Johannes XXIII. versuchte, die Spaltung der Kirche und des Papsttums zu beenden. Dieser Versuch mißlang gründlich, als Ergebnis gab es plötzlich sogar drei Päpste, einen in Rom, einen in Avignon und eben einen in Pisa.

Galileo Galilei ist wohl der berühmteste Sohn der Stadt, der bei Fallversuchen vom Campanile sein berühmtes Fallgesetz formulierte, welches besagt, dass Körper von unterschiedlicher Masse aber gleicher Form gleich lange brauchen, um auf dem Boden aufzukommen. Damit widerlegte er Aristoteles, der das Gegenteil behauptet hatte.

Als Professor der Mathematik in Pisa beobachtete Galileo Galilei im Jahr 1583 das Schwingen der Kronleuchter im dortigen Dom und entwickelte das sogenannte Pendelgesetz: Danach bestimmt die Länge einer Aufhängung die Schwingdauer des daran hängenden Gewichts. Längere Pendel schwingen langsamer, kürzere entsprechend schneller. Verlängert man ein Pendel um das Vierfache, so schwingt es nur noch halb so schnell.

Nach Galileo Galilei wurde auch der heutige Flughafen von Pisa benannt.

Karin besteigt den Turm, ich nicht. Schon bevor wir nach Florenz aufbrachen hatte ich Probleme mit meinem linken Fußgelenk und war in meiner Fortbewegung eingeschränkt. Das soll sich zwar im Laufe der Woche bessern, aber längere Spaziergänge oder Turmbesteigungen bleiben mir verwehrt. Ich genieße auf den Außenplätzen einer Bar ein Erfrischungsgetränk.

Wir verabschieden uns von Laura und setzen unsere Reise fort. Unser nächstes Ziel ist die romantische Stadt Lucca, die hinter ihrer mehr als 4 km langen Stadtmauer ruht. Damit ist die Stadtmauer von Lucca nicht nur eine der größten, sondern zählt auch zu einer der besterhaltenen Europas. Besonders im 13. und 14. Jahrhundert galt Lucca als eine der mächtigsten Städte Europas. Große Bedeutung hatte hier früher insbesondere die Herstellung und der Handel mit Textilien. Seide aus Lucca galt wegen ihrer Farbenpracht als unübertroffen in Europa.

Ich lasse mich von einem Taxi zum Piazza dell’ Anfiteatro bringen, ehemals Innenraum eines römischen Amphitheaters, dessen Mauern jetzt für Geschäftslokale genutzt werden und an dessen Außenseite noch heute alte Originalteile zu erkennen sind. Hier warte ich auf Karin und Barbara, die in der Zwischenzeit den Turm des Palazzo Guinigi, die Kathedrale San Martino und die Straße der Antiquitätenhändler besichtigen. Wir genießen ein traditionelles Kaffeegetränk und lassen die mittelalterliche Atmosphäre auf uns wirken.

In der Innenstadt sind derzeit Skulpturen von Jiménez Deredias zu sehen. Nun ja, über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten.

Dann gehts zurück nach Florenz.

Für unser heutiges Dinner hat uns Barbara die Trattoria Giannino im Stadtteil San Lorenzo empfohlen. Wir sind sehr angetan von dem freundlichen Service und der Qualität der Speisen. Ich staune über das Preis-Leistungs-Verhältnis des Hausweins, eines Chianti Classico, der exklusiv für dieses Restaurant in Korkflaschen abgefüllt und etikettiert wird. Die 0,5 l- Flasche dieses tollen Weins kostet knapp 10 Euro. Wir essen heute abend bescheiden, aber sehr gut, Pizza und Salat.


DI 12.06.2018 Florenz entdecken

Heute entdecken wir die wundervolle Stadt der Kunst und folgen ihren Spuren bis tief in die Vergangenheit. Barbara führt uns zu den architektonischen Glanzstücken der Renaissance und zu einem der Highlights des Tages.

Die Kathedrale Santa Maria del Fiore, im Stadtkern von Florenz, zählt mit ihrer weltweit bekannten Kuppel zu einem der technischen Meisterwerke dieser Zeit und gilt als Wahrzeichen von Florenz. Neben der faszinierenden Kathedrale erwartet den Besucher die dazugehörige Taufkirche, das Baptisterium San Giovanni. Durch die Einweihung der Kirche im 11. Jahrhundert, gilt das Gebäude als eines der ältesten der Stadt. Die Fassaden von Kathedrale und Baptisterium sind mit schwarzem und weissem Marmor in streng geometrischer Anordnung verkleidet. Beim ersten Anblick wirkt dies auf mich wie eine Theaterkulisse, irgendwie unwirklich. Die Kathedrale ist von innen eher schlicht. Dennoch stehen Besucher lange Zeit Schlange um Eintritt zu bekommen. Findige Florentiner Strassenhändler haben mehrere Tickets aufgekauft und versuchen diese zum doppelten Preis an die Wartenden zu verhökern. Die Altstadt von Florenz ist von Touristen geradezu über-schwemmt. Aber das ist bekannt. Wie wird es erst im Juli und August hier zugehen?

Das achteckige Baptisterium beeindruckt durch das große Mosaik in der Kuppel. Es zeigt das Jüngste Gericht. Jesus Christus, der Weltenrichter, weist die Guten ins Paradies zum ewigen Jubilieren und die Bösen, die Sünder, in die Hölle. Dort wartet ein furchterregender Teufel auf die armen Seelen.

Und noch etwas ist besonders hervorzuheben, das bronzene Ostportal, die "Paradies- Pforte". Auf 10 großflächigen Quadraten hat Lorenzo Ghiberti in der sogenannten Flachrelieftechnik dreidimensionale Darstellungen biblischer Episoden aus dem Alten Testament abgebildet.

Natürlich ist bei unserem Aufenthalt in der Künstlerstadt auch ein Besuch der ersten Akademie für Malerei in ganz Europa ein Muss. In der im Jahr 1563 gegründeten Accademia di Belle Arti können wir die beeindruckende Statue von Michelangelos "David" betrachten. Die Statue hat übergroße Hände. Barbara meint, dies sei der Perspektive geschuldet. Stehe man weiter entfernt oder unterhalb der Statue, würde man die Hände wieder als normalgroß sehen. Gleiches gelte für die Stirnfalten. Der Künstler wählte die Proportionen entsprechend dem Sichtfeld des Betrachters. Den 5,17 m großen David schuf Michelangelo aus einem einzigen Marmorblock, an dem sich zuvor schon zwei andere Bildhauer versucht hatten.

Danach besuchen wir Santa Croce, die riesige Franziskanerkirche, in der die Grabmäler von Galileo Galilei, Michelangelo, Machiavelli und Rossini zu finden sind. Die Grundsteinlegung soll sogar vom Hl. Franz von Assisi selbst vorgenommen worden sein. Nebenan gibt es eine kleine Pizzeria mit Selbstbedienung wie in einer Kantine. Die Gerichte sind preiswert und sehr schmackhaft. Genau das Richtige für einen Mittagsimbiss.

Auf dem Ponte Vecchio waren einst der Florentiner Fleischmarkt und einige Gerber angesiedelt. Die Familie Medici sah es für den Adel nicht als angemessen, diese Gegend voller übler Gerüche durchqueren zu müssen und schickte die Metzger deshalb von dort weg. Sie forderten hingegen die Juweliere auf, sich mit ihren Geschäften dort niederzulassen. Dort sind sie bis heute geblieben, hier werden wertvoller Schmuck und teure Uhren verkauft.

Den Palazzo Vecchio als Verwaltungssitz der Medici und den Palazzo Pitti als deren Residenz und Wohnstätte verbindet der ca. 1 km lange Vasarikorridor, ein hochgelegener, verkleideter Gang mit nur wenigen kleinen Fenstern. Er verläuft in oberer Etage der Ponte Vecchio über den Arno. Der Korridor ermöglichte es den Medici, sich frei und geschützt durch das Zentrum von Florenz zu bewegen. Z.Zt. ist der Korridor wegen Renovierungsarbeiten gesperrt.

Die Familie der Medici beherrschte die Politik der Stadt im 15., 16. und 17. Jh. und erlangte unvorstellbare Macht und Reichtümer. Sie brachten zwei Päpste, zwei Königinnen von Frankreich und die größte Finanzinstitution von Europa hervor. Die von Ihnen entwickelte Methode der doppelten Buchführung wird bis heute von allen Banken der Welt genutzt. Zudem waren die Medici die großzügigsten Kunstmäzene der Welt.

Nach dem tiefen Exkurs in die Vergangenheit der Kunst- und Kulturgeschichte von Florenz, geht es weiter in das reale und bunte Alltagstreiben der Stadt. Auf dem lebendigen Wochenmarkt lernen wir die Spezialitäten der Region kennen. Da wären natürlich besonders zu erwähnen: frische Pasta, Prosciutto (Schinken), Finocchiona (Fenchelsalami), Pancetta (gewürzter Bauchspeck), Lardo (in Marmortrögen gereifter fetter Speck), Lampredotto (Labmagen vom Rind), Trippa (Kutteln), Pecorino Toscano (Schafskäse), Pizza, Eis und hausgemachtes Gebäck.

Die Schnauze der Porcellino- Statue (Wildschwein) auf dem Neuen Markt wird gerne von Touristen gestreichelt. Das soll Glück bringen. Die Schnauze des Bronze- Schweins ist entsprechend blank...

Abends essen wir im Bistro del Mare, einem der beliebtesten Fischlokale der Florentiner.

Wir bestellen beide den gemischten Teller aus gegrilltem Fisch und Riesengarnelen und dazu einen Vernaccia, einen Weisswein aus der Gegend um San Gimignano. Es ist ein gutes, aber kein Sterne- Fischlokal, das von seinen jungen Inhabern mit viel Leidenschaft geführt wird..


MI 13.06.2018 Uffizien

Wir widmen unseren heutigen Tag weitgehend den bekanntesten Künstlern und deren weltberühmten Meisterwerken. Bestaunen werden wir in den Uffizien einige der über 1000 Werke von Künstlern wie Leonardo da Vinci, Sandro Botticelli oder Michelangelo Buonarroti. Die Zeitgenossen Leonardo und Michelangelo waren erbitterte Konkurrenten.

Das Gebäude der Uffizien wurde im 16. Jahrhundert errichtet und diente ursprünglich der Beherbergung von Händlern, Richtern und Magistraten bis es später von einer mächtigen italienischen Familie gekauft und zu ihrer persönlichen Galerie umgestaltet wurde. Erst ab 1865 wurde aus den Uffizien eines der bekanntesten Museen der Welt.

Kennen Sie die Göttliche Komödie (1330) von Dante Alighieri, das wohl berühmteste Werk der italienischen Literatur? Das Wort Komödie (ital. commedia) ist übrigens nicht im heutigen Sinne von "Lustspiel" zu verstehen, sondern als das Gegenteil von "Tragödie", d.h. ein literarisches Werk, das nicht mit Mord und Totschlag endet, sondern mit einem Happy-End. In seinem Hauptwerk beschreibt Dante seinen Weg durch die Hölle, zum Läuterungsberg, und bis hin ins Paradies, wo er den Sinn des Lebens erkennt - das gute Ende der Commedia! Begleitet wird er von Vergil und seiner heimlichen Geliebten und Muse Beatrice.

Dantes Commedia ist heute nur mit ausreichenden Kommentierungen und rudimentären Kenntnissen um die Geschichte der damaligen Zeit zu verstehen. Aber es ist ein Werk wie Goethes Faust, das zur Literaturgeschichte der Welt gehört.

Die katholische Kirche, die selbsternannte "eine, heilige, katholische und apostolische  Kirche Christi", hat Dantes Höllenvision eine Menge zu verdanken. Angst und Schrecken vor der Hölle hat über die Jahrhunderte sehr viele Menschen in den Schoß der katholischen Kirche getrieben und zu so perversen Auswüchsen wie dem Ablasshandel geführt..

Hölle heißt im Italienischen Inferno und so lautet auch der Titel eines Romans von Dan Brown, in dem wieder einmal der Schnitzeljagd- Professor und Symbologe Langdon durch kulturhistorische Stätten hastet, diesmal in Florenz. Der Verlauf der Handlung hat viele Bezüge zu Dantes Werk. Wir besichtigen einige der geheimnisvollen, mythischen Stätten, soweit wir sie nicht schon im Rahmen der Führung durch Barbara kennengelernt haben.

Botticelli hat Ende des 15. Jh. Dante´s Hölle in einer 30 x 40 cm großen, dunkel kolorierten Zeichnung, La Mappa dell´Inferno, abgebildet - als gewaltiges trichterförmiges Loch von unvorstellbarer Tiefe. Auf vielen spiralförmig abwärtsführenden Terrassen, auf denen die Sünder gequält werden, geht es hinab bis zu Satan, der persönlich auf dem Grund des Höllenlochs auf die Elenden wartet. Dieses Bild gehört zu den furchteinflößendsten Visionen des Jenseits, die je erschaffen wurden. Das Original wird in den Klimakammern des Vatikan aufbewahrt.

Dante war ein entschiedener Gegner des universalen Machtanspruchs des Papstes. Mit seiner Geisteshaltung wurde er zerrieben zwischen den Fraktionen der eher papsttreuen Guelfen und den auf den Staufenkaiser hoffenden Ghibellinen. Das hatte zur Folge, dass Dante mit Mitte Dreißig aus dem papsttreuen Florenz verbannt wurde. Er hat die Stadt nie wieder betreten und verstarb schließlich in Ravenna. Die Anhänger der Guelfen und der Ghibellinen lieferten sich damals blutige Schlachten.

Am Nachmittag besuchen wir das Museo del Duomo, das Dommuseum. Es soll eines der interessantesten Museen Italiens sein. In dem Gebäude hinter der weltbekannten Kathedrale sind vor allem Gegenstände aus dem Dom ausgestellt. Dazu gehören zum Beispiel Statuen (unter anderem von Michelangelo) sowie die weltbekannte goldene Tür (Paradiespforte) und der Silberaltar des Baptisteriums. 

Im 2. Stock der Ausstellung sind einige Maschinen von Brunelleschi zu sehen, mit denen er im 15. Jahrhundert das Wunder von Florenz, die Domkuppel, baute.

Heute abend erwartet mich eine kulinarische Premiere - ein rein vegetarisches Restaurant. Karin hat es sich gewünscht und Barbara hat es empfohlen. Wir haben einen Tisch in der L'OV Osteria Vegetariana auf dem anderen Arno- Ufer reserviert. Ich oute mich gegenüber der Kellnerin als "vegetarische Jungfrau" und stelle ihr anheim, mich von einem rein pflanzlichen Dinner zu überzeugen. Was mir dann als Spargel- Lasagne serviert wird, kann mich aber nicht im Geringsten überzeugen. Es sieht aus und schmeckt wie in einer richtig miesen Kantine. Das war vergebene Liebesmüh...

Da heute Nacht kein Taxi verfügbar scheint, machen wir uns per pedes auf den Rückweg durch die nächtlichen Straßen von Florenz.

DO 14.06.2018 Florenz entdecken II

Unser Tagesprogramm beginnt mit der Besichtigung des Palazzo Vecchio am Piazza della Signoria. "Signori" wurden damals die höchsten Amtsträger der freien Stadt genannt. Seit dem Mittelalter entschieden im Palazzo Vecchio die Florentiner über ihre Stadtpolitik. Mitte des 15. Jh. übernahmen dann die Medici die Macht und machten den Palast zu ihrem Fürstensitz. Ich habe uns online Tickets für eine "Tablet- Führung" um 10:00 besorgt. So können wir den Palast an der Warteschlange vorbei durch einen Seiteneingang betreten.

Leonardo da Vinci und Michelangelo erhielten den Auftrag, für die beiden langen Seiten des "Saals der 500" jeweils ein großes Wandgemälde zu schaffen. Dieser Saal war der Versammlungsort der Amt- und Würdenträger. Die Anlage geht zurück auf Girolamo Savonarola, den Dominikaner und Bußprediger, der von den papsthörigen Florentinern wegen seiner öffentlichen Kritik am Lebenswandel des herrschenden Adels und des Klerus hingerichtet wurde.

Als Themen für die Wandgemälde im Saal der 500 wurden zwei Schlachtenbilder gewählt. Die beiden Konkurrenten arbeiteten sodann fast Rücken an Rücken. Das muss für beide keine große Freude gewesen sein. Zu einer Fertigstellung beider Wandgemälde kam es jedoch nicht, beide Künstler ließen ihr Werk aus unterschiedlichen Gründen unvollendet zurück.

Die Medici beauftragten daraufhin Mitte des 16. Jh. den berühmten Künstler Giorgio Vasari mit der Restaurierung der beiden halbfertigen Schlachtengemälde.

Sie stellen Cosimo I. de Medicis Sieg über Pisa und Siena und die Entstehung des Großherzogtums Toskana dar.

Trotz ihres kulturellen Reichtums litt die Toskana jahrhundertelang bittere Not. Das zeigt sich wie bereits gesagt bis heute in ihrer Küche. Nichts wurde weggeworfen, selbst altes Brot wurde weiterverwendet.

In Florenz gibt es in jeder Straße eine Gelateria (Eisdiele). Uns hat besonders die Eisqualität von Venchi Cioccolato e Gelato überzeugt, wenngleich sich das Personal ziemlich überheblich gibt. Eis wird in Italien übrigens nicht kugelweise verkauft, sondern in wählbaren Größen von Hörnchen oder Eisbechern. Die werden dann mit einem Spachtel mit mehreren oder nur einer Sorte Eis befüllt - ganz nach Wunsch.

Le Cesarine ist ein italienisches Netzwerk von Heimköchen. Es hat die Bewahrung und das Teilen echter regionaler italienischer Cuisine zum Ziel. Die angeschlossenen Heimköche, auch "Cesarine" genannt, sind leidenschaftliche Hüter ihrer lokalen kulinarischen Traditionen, sorgfältig ausgesucht von der Tor zur ToskanaOrganisation um hochqualitative Erfahrungen gewährleisten zu können. Bei einer Cesarina zuhause zu speisen erlaubt es Gästen, über das gemeinsame Essen mit den Menschen vor Ort zu kommunizieren. Sie werden willkommen geheißen als wären sie Teil der Familie.

Das wollen wir heute abend ausprobieren, und zwar bei Dusica. Den Termin für das sehr persönliche Dinner haben wir rechtzeitig online vereinbart. Es steht unter dem Motto "The flavour of becoming Florentine". Und wirklich, Dusica und ihr Mann empfangen uns um 20:30 wie liebe Verwandte in ihrem Wohnzimmer. Unsere Lingua franca ist das Englische.

Den Anfang einer klassischen italienischen Menüfolge bildet meistens der Aperitivo. Weiter geht es mit den Antipasti, den Vorspeisen.

Es folgt die Primo Piatto, der sogenannte erster Gang. Dieser besteht zumeist aus einem Pastagericht, einer Suppe oder einem Risotto.

Nach einer kleinen Pause, geht es dann zur Secondi Piatto, dem zweiter Gang, dem eigentlichen Hauptgang. Hier wird normalerweise Fleisch oder Fisch gegessen - der üblicherweise ohne Beilagen serviert wird (bei Bedarf extra zu bestellen).

Beim Nachtisch kann man zwischen Dolci (Kuchen, Creme…), Frutta (Obst) oder Formaggio (Käse) wählen. Gerne isst man auch zunächst Süßes, um direkt danach noch Obst und Käse zu sich zu nehmen. Nach dem Essen darf auf keinen Fall der legendäre Espresso fehlen.

Bei Dusica gibt es für uns heute abend:

Dazu wird ein guter toskanischer Rotwein serviert. Es wird ein rundum gelungener Abend in Gesellschaft des Ehepaars Sinadinovska. Dusica und ihr Mann sind vor vielen Jahren vom Balkan nach Florenz gezogen.

FR 15.06.2018 Siena – Chianti Region

Heute geht es mit Barbara nach Siena, eine der sehenswertesten Städte der Toskana und nach Chianti, der bekannten Weinbauregion. Für den Tagesausflug steht uns ein komfortabler Van mit Fahrer zur Verfügung.

In Siena erwartet uns Luise und eine Stadt, die sowohl mittelalterlichen Charme als auch ursprüngliche italienische Gotik ausstrahlt. Seit mehr als 20 Jahren ist die historische Altstadt UNESCO Weltkulturerbe. Ein Meisterwerk der gotischen Architektur ist der Dom von Siena, der mit Verzierungen aus weissem und dunkelgrünem Marmor besticht. Luise erklärt uns die kunsthistorischen Schätze des Dom- Inneren. Dazu gehören insbesondere

- die ringförmig mit Marmor verkleideten Säulen,
- die achteckige Kanzel von Nicola Pisano,
- der kunstvolle Mosaikfußboden mit seinen Intarsien
- und die Piccolomini-Bibliothek mit der Sammlung mittelalterlicher Schriften

Ein weiteres Highlight der Stadt ist der Piazza del Campo. Zentral in Siena gelegen, bildet der halbrunde Platz den Mittelpunkt der Stadt und beeindruckt ebenfalls mit traumhafter Architektur. Hier findet zweimal jährliche das historische Pferderennen "Palio" statt, welches jedes Mal aufs Neue tausende von Zuschauern in das kleine Städtchen lockt. Für das nächste Palio sind wir leider 14 Tage zu früh in der Stadt. Das Rennen selbst dauert gerade einmal 2 min. Darauf warten die Zuschauer im Innenraum der Arena, an den Seiten und auf den Balkonen stundenlang.

In unmittelbarer Nähe zum Piazza del Campo liegt das
Café Nannini. Der ehemalige Formel 1-Rennfahrer Alessandro Nannini und seine Schwester Gianna, die bekannte italienische Rockröhre, haben das Cafe gegründet, aber inzwischen verkauft. Mein Schwiegersohn hat mich gebeten, ihm von hier Kaffee mitzubringen. Das mache ich gern. Hier gönnen wir uns einen köstlichen Cappu, wie die Einheimischen einen Cappuccino nennen. In Italien nimmt man ihn fast ausschließlich zum Frühstück, zumindest immer vor dem Mittagessen ein.

Unser zweiter Halt ist das Chianti Gebiet. Wie gemalt liegt es in einer scheinbar endlosen Hügellandschaft, die durch romantische Villen, Zypressenalleen und zahlreiche Wein- und Olivenplantagen immer wieder unterbrochen wird. Hier wird seit Jahrhunderten der leckere und weltweit bekannte Chiantiwein aus der Sangiovese- Traube hergestellt.

Im Weingut der Villa Dievole probieren wir den köstlichen Wein und frisches Olivenöl. Hier in der Zentralregion trägt der Chiantiwein die exklusive Bezeichnung Chianti Classico, erkennbar an dem Logo mit dem schwarzen Hahn auf dem Flaschenetikett.

Wir verabschieden uns von Barbara, die während der wenigen Tage wie eine Schwester für uns geworden ist. Grazie Barbara, e 'stato un bel momento con te!

Am Abend erbarmt sich Karin meiner Leidenschaft für asiatische Restaurants. Wir besuchen das japanische Restaurant Bélon und sind beide rundum zufrieden mit den bestellten Gerichten.

SA 16.06.2018 San Gimignano

Der von SKR angebotene Tagesausflug nach San Gimignano und Volterra sollte 227 € p.P. kosten. Das finden wir preislich völlig überzogen. Also habe ich uns einen Trip nach San Gimignano, das ich im folgenden "SanG" nennen werde, für weniger als den halben Preis selbst organisiert. Wir fahren mit einem der öffentlichen Busse von Tiemme Spa von Florenz via Poggibonsi nach SanG. In Poggibonsi verstehen wir, warum Italien nicht bei der Fussball-WM in Russland dabei ist: Dem Nachwuchs wird der Straßenfussball verboten! ;-)

In SanG erwartet uns Janine Allgöwer, die uns im Rahmen einer deutschsprachige Führung die Stadt zeigen wird. Ursprünglich war ich im Internet auf ihre Kollegin Susanna Probst gestoßen, die aber heute keine Zeit hatte. Durch Weiter- und Weitervermittlung sind wir dann bei Janine gelandet. San Gimignano liegt an der Frankenstrasse, der einstigen Pilger-, Handels- und Militärstrasse, und ist neben Florenz wohl die meistbesuchte Stadt in der Toskana - mit anderen Worten: sie ist touristisch überlaufen. Aber das wissen wir vorher. Was wir nicht wissen: An diesem Wochenende findet ein Spektakel namens Ferie delle Messi (Mittelalterliches Erntedankfest) statt, das bereits im 13. Jahrhundert von der Bevökerung San Gimignanos gefeiert wurde. Darbietungen von "Rittern" und Pferden, Gauklern und Musikanten bestimmen das Programm. An Handwerksständen kann man die Herstellung mittelalterlicher Produkte beobachten, auch kulinarische Genüsse gehören dazu. Das führt zu zusätzlichem Zustrom von Besuchern - und das obwohl es heute extrem heiß ist.

SanG wird auch "Mittelalterliches Manhattan" oder die "Stadt der Türme" genannt, denn das Stadtbild ist schon von weitem geprägt durch zahlreiche Wohntürme. Den Vergleich mit Manhattan finde ich ziemlich weit hergeholt. Der Wohlstand der Stadt beruhte auf dem Handel und dem Anbau von Safran, mit dem man Seidenstoffe färbte.

Im Mittelalter versuchten die reichen Familien von San Gimignano, sich in der Höhe ihrer Türme gegenseitig zu übertrumpfen. Die Türme waren ein Symbol des Reichtums und der Macht dieser Familien. Bis zu 72 Geschlechtertürme mit einer Höhe von teilweise mehr als 50 Metern sollen es bis zum 14. Jh. gewesen sein. Ursprünglich hatten sie den Charakter von Wehrtürmen, die der Verteidigung galten, später dann wurden sie auch ständig bewohnt. Allerdings waren die Türme nach heutigem Maßstab nicht gerade luxuriös. Zumindest im 11. Jh. waren die Räume sehr klein. Es gab nur wenige Öffnungen nach außen in den bis zu 2 m dicken Wänden. Der Vorteil: Die Räume waren dadurch kühl im Sommer und hielten im Winter die Wärme. Parterre lag der Arbeitsraum, darüber die Schlafräume und on top die Küche. Sollte einmal in der Küche ein Feuer ausbrechen, hatten die Bewohner daher genügend Zeit, den Turm zu verlassen. Die einzelnen Etagen wurden über Leitern erreicht.

Mitte des 14. Jh. raffte die Pest die Hälfte der Bevölkerung dahin. SanG verlor seine Eigenständigkeit und unterwarf sich Florenz. In der Folge verarmte die Stadt. Die Medici verfügten, dass es hier keine weiteren Investitionen mehr geben sollte. So ist SanG bis heute im Stadtkern geblieben wie es damals war, allerdings über lange Zeit dem natürlichen Zerfall preisgegeben. Von den Geschlechtertürmen sind noch 14 erhalten geblieben, die UNESCO hat sie 1990 zum Weltkulturerbe erklärt.

Der Bau von Geschlechtertürmen war damals übrigens sehr verbreitet. Auch das alte Florenz muss man sich als einen Wald von Türmen vorstellen. Übriggeblieben ist außer Turmresten wohl nur der Torre Donati an der Piazza di San Piero Maggiore.

Wir besichtigen die Hauptkirche von San Gimignano,
die Collegiata di Santa Maria Assunta.

Nur mit viel Glück und dank der Fürbitten unserer Guide Janine an die Kirchenwächter gelingt uns der Eintritt. Wegen einer in Kürze anstehenden Trauung ist die Stiftsbasilika für Besucher gerade gesperrt. Es wäre wirklich schade gewesen, wenn wir diese Kirche nicht hätten besichtigen können.

Die Basilika ist von außen unscheinbar und schlicht, ein Besuch der Kirche ist aber auf jeden Fall empfehlenswert. Die typischen Bögen mit den schwarzweissen Steinplatten verleihen dem Innenraum einen majestätischen Eindruck. Besonders beeindruckend sind jedoch die fast alles überdeckenden Wandmalereien von Benozzo Gozzili. Sie erzählen auf der einen Seite des Kirchenschiffs die biblischen Geschichten des Alten Testaments, auf der anderen die Episoden des Neuen Testaments aus Jesus`Leben und dem der Heiligen.

Da das einfache Volk weder lesen noch schreiben konnte, boten sich Fresken zur Vermittlung von Glaubensinhalten an. Insbesondere die Darstellungen von Jüngstem Gericht, Fegefeuer und Höllenqualen disziplinierten die Gläubigen und bannten sie bis in jüngste Zeit in Angst und Ehrfurcht.

In einer Seitenkapelle befindet sich die Kopfreliquie und das Grabmal der Stadtheiligen, eines 15- jährigen Mädchens namens Fina, die hier lokale Verehrung genießt. Die letzten Jahre ihres jungen Lebens verbrachte die schwerkranke Fina auf eigenen Wunsch auf einem Holzbrett liegend. So wurde sie zum Symbol des Leidens Christi und der Märtyrer.

Die Spezialität von San Gimignano sind Erzeugnisse aus Wildschweinfleisch (Schinken, Salami...) und Safran. Da diese Produkte auch bei uns im Feinkosthandel zu erwerben sind, nehmen wir nichts davon mit.

Und dann gibt es da noch die Gelateria des Eisweltmeisters Dondoli. Dort gibt es exzellentes Speiseeis in allen erdenklichen Varianten und Kreationen. Wir müssen aber bilanzieren, dass auch die anderen Eisdielen in der Toskana hervorragendes Eis herstellen. Man kann sich wirklich totessen an den vielen fantastischen Eissorten. Im Eismachen sind die Italiener wirklich Weltmeister!

Auf der Rückfahrt nach Florenz gibt es ein kleines Problem. Wir warten in Poggibonsi fast eine volle Stunde auf den planmäßigen Linienbus.

Vom Busbahnhof in Florenz nehmen wir dann ein Taxi nach San Domenico, Fiesole, wo Barbara für unseren letzten Abend einen Tisch im Restaurant Piatti e Fagotti bestellt hat. Fiesole ist die in einem wunderschönen Hügelgebiet gelegene Villen- Vorstadt von Florenz.

Das kleine Restaurant ist sehr beliebt. Ich habe Hunger auf Fleisch und bestelle ein in Scheiben aufgeschnittenes Steak. Sehr gut, auch wenn es ungefragt medium rare gegrillt wird, eigentlich eine halbe Garstufe zu rare für mich. Insgesamt ist unser Dinner jedoch ein schöner Abschluss unserer Toskanareise.

Eine ausgesprochene Spezialität ist im Gebiet um Florenz das Bistecca alla fiorentina, ein gewaltiges Porterhouse- oder T-Bone- Steak aus einem gut abgehangenen Stück Roastbeef. Dazu werden bis zu 1.400 g schwere und bis zu 6 cm dicke Scheiben aus dem Filet, dem Knochen und dem flachen Roastbeef vom Chianina-Rind geschnitten. Eine Dicke von nur 3 cm würde man hier eher als Carpaccio bezeichnen... Derart große Fleischportionen sind gar nicht mein Ding. Mir reicht ein 200 g Steak völlig aus.

Auf der Rückfahrt erzählt uns der Taxifahrer, dass er mit der neuen Regierung aus der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung und der rechtsextremen Lega Nord große Hoffnungen verbinde. Die beiden Parteien haben einen wahren Geldregen fürs Volk aus den leeren Kassen Italiens versprochen. Sie wollen dazu die Schulden des Landes im großen Stil ausweiten, was für die Euro-Partner immense Risiken birgt. Zudem hat man die konsequente strafrechtliche Verfolgung korrupter Politiker sowie des organisierten Verbrechens versprochen. Die kalabrische Mafia 'Ndrangheta, eine der gefährlichsten Verbrecherorganisationen Italiens, beherrscht den Süden und gilt als größter Drogendealer ganz Europas. Alle Versuche früherer Regierungen, Herr der Lage zu werden, endeten bisher erfolglos.

SO 17.06.2018 Rückflug

Arrivederci Firenze! Heute verabschieden wir uns von der Kultur- und Tourismus- Metropole Florenz und von der malerischen Toskana. Wir werden mit einer Luxus- Limousine zum Flughafen gebracht und fliegen mit vielen neuen Impressionen zurück in die Heimat.

Auf halber Flugstrecke wird an Bord bekanntgegeben, dass die Lufthansa- Maschine aus Gewichtsgründen kein Gepäck mitgenommen habe um alternativ nicht Passagiere vom Mitflug auszuschließen. Begründet wird dies mit den hohen Temperaturen in Florenz und der ungünstigen Windrichtung für den Start auf der relativ kurzen Startbahn. Unsere Koffer kommen also nicht mit uns in Frankfurt an. Wir müssen am Lost and Found- Schalter der Lufthansa unsere gewünschte Zustelladresse hinterlegen. Die Koffer werden uns zwei Tage später von DHL zugestellt.

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Während unserer kurzen Reise haben uns die praktischen Führer aus der Dumont direkt- Reihe gute Dienste geleistet:

DuMont direkt Reiseführer Florenz mit großem Cityplan

DuMont direkt Reiseführer Toscana mit großem Faltplan 

Wenn Sie Dan Brown`s Roman Inferno noch nicht kennen: diese Lektüre ist eine unterhaltsame und spannende Einführung in das Florenz der Medici und die Welt Dantes. Den Roman gibt es sogar als preiswerte, gebundene und illustrierte Ausgabe.

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