Teil 1 - Aserbaidschan

1. Tag: DI 20.05.2014, Anreise nach Baku

Tief im Osten umschließen der Große Kaukasus im Norden und der Kleine Kaukasus im Süden die Länder Aserbaidschan, Georgien und Armenien. Die beiden vorderasiatischen Gebirgszüge liegen zwischen Schwarzem Meer und Kaspischem Meer. Hierher zog Jason mit den Argonauten um das Goldene Vlies zu erbeuten und hier, an die Felswände des Kaukasus, ließ Zeus den Titanen- Sohn Prometheus ketten, weil er den Menschen das Feuer gebracht hatte.

Mich hat die TV- Reportage "Durch den Wilden Kaukasus" von Fritz Pleitgen neugierig gemacht auf diese Region und so fliege ich Ende Mai nach Baku, die Hauptstadt von Aserbaidschan. Mit einer von Ikarus Tours organisierten Rundreise möchte ich die drei kaukasischen Länder an der Grenze Europas nach Asien kennenlernen.

Alexandre Duma, Fritjof Nansen und Leo Tolstoi sind nur einige berühmte Literaten, die von ihrer Faszination über den Kaukasus berichtet haben. Da muss wohl etwas dran sein...

Kaukasus
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Ich werde eine der wohl abenteuerlichsten und geheimnisvollsten Regionen der Welt bereisen. Hier leben ca. 50 verschiedene Völker bzw. Ethnien, insgesamt 30 Mio. Menschen, auf einem Pulverfass! Sie sprechen mehr als 100 Sprachen - Babylon live... Bereits im Altertum wurde der Kaukasus "Berg der Sprachen" genannt. Da ist in den ehemaligen Sowjetrepubliken Russisch als Lingua franca unentbehrlich für die Verständigung, wenn man sich schon von Tal zu Tal nicht in seiner eigenen Sprache verständigen kann...

Die Geschichte dieser Region ist geprägt durch die ständig wechselnden Invasoren, die über die Menschen und die Landschaften wie ein Tsunami herfielen: Griechen, Römer, Mongolen, Usbeken, Perser, Osmanen, Russen. So oft wie sich Besatzer und Kriege abwechselten, wurden auch die Ländergrenzen verschoben. Damit erklärt sich, dass heute viele Aseris in Iran und Georgien, Armenier in der Türkei, Georgier in Ossetien usw usf leben. Die Grenzen wurden immer neu gezogen, die Menschen blieben meistens. Auch untereinander sind sie sich hier nicht gerade wohlgesonnen, weshalb ein kaukasisches Sprichwort lautet: "Wenn Du die Wahrheit sagst, lass Dein Pferd gesattelt!"

"Nichts bessres weiß ich mir an Sonn- und Feiertagen, als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei, wenn hinten, weit in der Türkei die Völker aufeinanderschlagen. Man steht am Fenster, trinkt sein Gläschen aus und sieht den Fluss hinab die bunten Schiffe gleiten, dann kehrt man abends froh nach Haus, und segnet Fried´ und Friedenszeiten."

So spricht des Bürgers Stimme in Goethes Faust selbstzufrieden und betrachtet die Weltgeschichte am liebsten vom heimischen Wohnzimmer aus. Mit der kleinbürgerlichen Distanziertheit ist es heute vorbei. Presse, Fernsehen und Internet bringen uns die Probleme des russisch- kaukasischen Grenzgebietes ins Wohnzimmer: Putins Winterolympiade im subtropischen Sotschi, den Aufstand in der Ukraine, die Luxusvillen von Ex-Präsident Janukovitsch, die Umstände der Annektion der Krim als russisches Staatsgebiet, aber auch die Grenzkonflikte zwischen Russland und Georgien vor wenigen Jahren. "Hinten, weit in der Türkei" brodelt es wirklich überall...

Das 9,5 Millionen- Volk von Aserbaidschan wird seit 1993 von Mitgliedern der Aliyev- Familie regiert. Derzeitiges Staatsoberhaupt ist Präsident Ilham Aliyev, der Sohn des Staatsgründers, dessen Portrait auf den Straßen allgegenwärtig ist. Es besteht der Vorwurf, der Aliyev- Clan mache sich in Aserbaidschan mit beiden Händen die Taschen voll und unterdrücke demokratische Strukturen.

Baku ist die "Stadt des Windes", was uns die wenig sanfte Landung unseres Lufthansa- Jets am Dienstagabend deutlich vor Augen führt. (Zwei Monate später wird auf fast der gleichen Flugroute eine Boeing 777 der Malaysia Airlines in 10 km Höhe auf ostukrainischem Gebiet abgeschossen. 298 Menschen sterben bei dem Absturz. Es hätte auch unseren Jet treffen können...) In Baku stelle ich meine Uhr 3 Stunden vor, Aserbaidschan hat die Sommerzeit. Dobre djin Baku! Guten Tag Baku! oder auch Priwjät - Hallo! Die nationale Währung ist der Manat. Sein Wert entspricht etwa einem Euro.

Es regnet. Mit dem Bus werden wir ins Hotel Central Park gebracht. Der erste Eindruck vom abendlichen Baku: Prunk und Protz in der Hauptstadt mit ihren 2,3 Mio. Einwohnern.

Im Hotel erwartet uns ein spätes Abendessen, bei dem wir erste Bekanntschaft mit der kaukasischen Tafel machen: Gurken, Tomaten, Kräuter, manchmal auch angemachte Salate, Fladenbrot, Schafskäse. Als Hauptgang gibt es Fleisch oder Fisch - und zum Abschluss Tee oder Kaffee mit süßem Gebäck. Das Essen wird begleitet von Wasser, Wein, Bier und auch Wodka. Die Speisenfolge wiederholt sich während unserer gesamten Kaukasusreise. Sie ist auf die Dauer ein wenig eintönig, aber die einzelnen Produkte sind sehr schmackhaft.

Shikife, unsere aserbaidschanische Reiseleiterin, ist eine Frau mittleren Alters, die vor Energie nur so sprüht und die weiß, was sie will. Ihr Name drängt sich zur Verballhornung in "Lillifee" auf, weitere Übereinstimmungen gibt es aber nicht.


2. Tag: MI 21.05.2014, Baku - Absheron

"Salam!" begrüßt uns Shikife am nächsten Morgen auf Aserisch. Die Sprache ist eng verwandt mit dem Türkischen. Bereits aus der Steinzeit lassen sich an der Stelle des heutigen Baku Siedlungsspuren nachweisen. Unsere Busfahrt führt durch die Stadt, deren neuzeitlich futuristische Architektur ich so nicht erwartet habe. Regierungs- und Verwaltungsgebäude, Sportstätten, Konsumtempel, Firmenzentralen, Luxus- Apartmenthäuser - alles mit viel Glas, lichtdurchflutet und großzügig gebaut. Gespart wurde hier nicht. In Baku werden Bauten errichtet, bei denen erst nach deren Fertigstellung und Bezug bekanntgegeben wird, wem sie gehören und welchem Zweck sie dienen sollen. Merkwürdig.

Nach einem Masterplan des Architekten Sir Norman Foster soll die Region zu einem Wirtschafts- Drehkreuz werden. Baku war 2012 Austragungsort des Eurovision Song Contest und 2015 werden hier die ersten Europa- Spiele stattfinden - und die Athleten als Staffage dienen. Die erforderlichen Sportstätten stehen kurz vor ihrer Vollendung. Und über allem weht die höchste (162m) und größte (35x70m) Flagge der Welt, die Flagge Aserbaidschans.

In Baku muss das Geld zuhause sein - etwa so wie in Dubai. Und dieser Vergleich hinkt nicht, denn gerade ist man dabei, ins Kaspische Meer eine künstliche Insel, Khazar Island, zu bauen - größer und gewaltiger als The Palm in Dubai. Hier sollen einmal 1 Mio. Menschen leben, Investitionsvolumen 100 Mrd.$, Fertigstellung 2020 - 2025.

Entlang der Küste fahren wir südwärts nach Gobustan, dem "Land der Schluchten". Dort besichtigen wir die Jahrtausende alten Felszeichnungen, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen. Steinzeitbewohner haben hier vor 15.000 Jahren in vielen Höhlen Jagdszenen, Krieger, tanzende Frauen, Tiere wie z.B. Auerochsen und Pferde sowie Boote mit ihren Besatzungen auf den Felswänden verewigt. Ca. 6.000 Felszeichnungen wurden bisher gefunden - ein einmaliges Kleinod.

Nach dem Mittagessen steht der Tempel der Feueranbeter, Ateshga, auf der Halbinsel Absheron auf dem Programm. Der Name Ateshga bedeutet "wo das Feuer mit dem Wind spielt". Hindus und Anhänger Zarathustras besuchen bis heute diesen Jahrhunderte alten Wallfahrtsort, dessen Mittelpunkt ein Feueraltar ist. Die Flammen wurden früher von einer natürlichen Erdgasquelle gespeist, heute hat man eine Gasleitung gelegt. Der Wiederaufbau der gesamte Anlage wurde im 18. Jh. von einem reichen indischen Parsen (Bezeichnung für Zoroastrier) gespendet. Inder stellen auch den größte Anteil der gläubigen Besucher. Weltweit soll es ca. 200.000 Parsen geben.

Eigentlich ist es falsch, von "Feueranbetern" zu sprechen, denn der Zoroastrismus, zur Zeit der Sassanidenherrschaft Staatsreligion, verehrt nicht das Feuer, sondern Ahura Mazda, Schöpfergott und Gott des Lichtes. Das Feuer ist lediglich ein Symbol der Gottheit. Der Gegenspieler Ahura Mazdas ist Ahriman, der Zerstörer, der Teufel.

Auf der Rückfahrt besuchen wir den "brennenden Berg" Yanadarg. Dabei handelt es sich um ein seit dem Altertum brennendes natürliches Erdgasfeuer am Hang eines Hügels. Auch diese Stätte wurde als heilig verehrt. Die Flammen - so eine aus der persischen Sprache hergeleitete Version - sollen Aserbaidschan gar den Namen als "Land des Feuers" gegeben haben. Eine treffende Bezeichnung wie ich meine, denn das Land sitzt auf riesigen Edgas- und Erdölvorkommen - vor allem in der Region um Baku und im Kaspischen Meer. Auf 6 Milliarden Tonnen werden die Vorräte geschätzt. Das reicht für die nächsten 100 Jahre. Kilometerweit sieht man in der Region um Baku Bohrtürme zu Land und im Meer.

Schon vor Jahrhunderten wunderten sich Reisende über eine klebrige schwarze Flüssigkeit, die aus der Erde quoll. Die Europäer wussten damit zunächst nichts anzufangen - bis Lampen erfunden wurden und im Zuge der Industrialisierung der Öldurst stieg.

Es begann die Zeit der Ölbarone, die in Baku Raffinerien bauten. Aserbaidschan wurde zu einem der größten Erdöl- Lieferanten der Welt, die Ölbarone zu Multimillionären. Krieg und Revolution setzten Bakus Blütezeit ein Ende. Die Gewinne flossen ab sofort nach Moskau. Nach dem Ende der Sowjetunion wurde Aserbaidschan unabhängig und das Geld blieb wieder im Lande.

Ganz in der Nähe von Yanadarg liegen die sogenannten Schlammvulkane. Entgegen der Namensgebung handelt es sich bei den blubbernden grauen Blasen nicht um Vulkanismus. Vielmehr wird Gas im Untergrund zusammengepresst und dringt dann mit Wasser und Gestein nach oben.

Wir sind wieder zurück in Baku, wo uns nur wenig Zeit für die Besichtigung ausgewählter Sehenswürdigkeiten bleibt.

Auf einer Anhöhe thront der Schirwan- Schah- Palast. Die Schirwan Schahs waren über Jahrhunderte die herrschende Dynastie in dieser Region. Wir besichtigen das Innere der Palastgebäude, wo man diverse historische Kunstgegenstände ausstellt. Als wir den Palast verlassen, fallen uns mehrere SUVs mit schwarz getönten Fenstern auf, die von Security- Leuten bewacht werden. Dann kommt uns eine Abordnung Politiker entgegen. Ich könnte schwören, dass Staatspräsident Aliyev unter ihnen ist, der gerade dem Präsidenten von Ghana den Schirwan- Schah- Palast gezeigt hat. Er winkt uns freundlich zu.

Nächstes Ziel: der Jungfrauenturm, um den sich eine traurige Geschichte rankt. Ein Khan wollte unwissentlich seine Tochter, die er seit ihrer Geburt nicht mehr gesehen hatte, heiraten weil sie seiner verstorbenen Frau so ähnlich sah. Die junge Frau wusste jedoch von der Blutsverwandschaft und erbat sich den Bau eines hohen Turmes. Als der Bau fertig war und ihr Vater auf seinem Heiratsplan bestand, stürzte sie sich von den Zinnen hinab. Andere Erzählungen berichten von einem "Turm des Schweigens" wie ihn die Parsen nutzten. Die Leichname ihrer Verstorbenen wurden auf solchen Türmen den Geiern zum Fraß vorgesetzt, da aus religiösen Gründen eine Erd- oder Feuerbestattung verboten war. Noch eine andere Version lautet, dass Türme dieser Art, die nie von den Feinden bezwungen wurden, in muslimischen Ländern oftmals den Namen "Jungfrauenturm" tragen. Auch der Jungfrauenturm und der Schirwan- Schah- Palast gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Heute Abend essen wir in der Altstadt in einem Spezialitätenrestaurant neben dem Jungfrauenturm. Das Lokal liegt im Keller der sorgfältig restaurierten Karawanserei aus dem 14. Jahrhundert. Unser Gelage wird begleitet von einer traditionellen Musikantengruppe, einem Feuerschlucker und einer Bauchtänzerin... Es wird ein rauschender Abend bei Bier und Wodka.

Die meisten Aserbaidschaner sind moslemische Schiiten. Im 7. Jh. brachten die Araber den Islam hierher. Dennoch gibt es überall Alkohol im Ausschank. Schließlich war das Land eine ehemalige Sowjetrepublik und da stand der Wodkakonsum auf der Tagesordnung. Die Aseris sagen "Im Koran steht geschrieben, dass wir keinen Wein trinken sollen, also trinken wir Wodka". Nasdorowje!

Auf der gegenüberliegenden Seite des Kaspischen Meers beginnt übrigens Kasachstan, das mir spätestens aus "Borat – Kulturelle Lernung von Amerika um Benefiz für glorreiche Nation von Kasachstan zu machen" bekannt ist - natürlich ein Scherz! Nun ja, es gibt schon die eine oder andere Parallele zu den Menschen im Kaukasus.


3. Tag: DO 22.05.2014, Shamakha - Sheki

Heute morgen regnet es leicht. Zunächst geht es zur Djuma-Moschee. Sie zählt zu den größten und prächtigsten Moscheen der Altstadt von Baku. Schuhe ausziehen und Kopftücher für die Damen gehört in den Moscheen der Welt zu den religiösen Vorschriften für alle Besucher. Ein kleiner Junge liest uns aus dem Koran vor.

Dann beginnt eine 350 km lange Busfahrt nach Sheki, die wir in Maraza für einen Besuch des Diri- Baba- Mausoleums unterbrechen. Es handelt sich um ein zweistöckiges, abseits der Straße in einem Taleinschnitt gelegenes Gebäude. Lange Zeit glaubten die Einheimischen daran, dass hier ein Heiliger namens Diri Baba bestattet wurde, dessen Körper nie verwesen wollte. Wir haben es nicht überprüft.

In Sheki starten wir mit der Besichtigung des Khan- Palastes. Der farbenprächtige Palast der Sheki- Khane, Ende des 18. Jh. im osmanischen Stil erbaut, ist die Top- Sehenswürdigkeit der Stadt. Dank seiner Bauweise überstand er selbst die schwersten Erdbeben. Seine bunten Glasfenster sind aus 3 000 – 7 000 Teilen zusammengesetzt. Die Wände und Decken sind mit farbenfrohen Bildern reich verziert und fast drängt sich einem das Gefühl auf, man befinde sich in einem Schatzkästchen. Leider darf man in seinem Inneren nicht fotografieren. Aber das gilt für viele andere Gebäude auch.

In einem Seitengebäude präsentiert uns ein Künstler seine Glasfenster- Technik. Die einzelnen Mosaik- Stückchen werden passgenau mit exakt vermessenen Holzstegen fixiert, ohne Verschraubung oder Verklebung, einfach nur gesteckt. Seine Werke sind auch ein beliebtes Geschenk an ausländische Präsidenten und gekrönte Häupter.

Aserbaidschan kann man ohne Zweifel als Geburtsstätte der Teppichweberei bezeichnen. Nach den archäologischen Funden und den Überlieferungen antiker und mittelalterlicher Autoren kannten die Aseris das Knüpfen und Weben von Teppichen schon während der Bronzezeit. Der älteste Teppich der Welt wurde hier hergestellt.

Heute übernachtet unsere Reisegruppe im fast menschenleeren Hotel Olympic Komplex, das vermutlich einmal als hotelähnliche Anlage für Sportler gebaut wurde und seitdem wohl nur wenige zahlende Gäste gesehen hat. So bleiben auch die Sportanlagen weitgehend ungenutzt. Außer einer am Einfahrtstor des Komplexes angesiedelten Rezeption gibt es weit und breit kein Personal, das Auskunft geben könnte. Die Suche nach den zugeteilten Zimmern gerät zur Schnitzeljagd, ebenso das Auffinden des ausgelagerten Hotelrestaurants. Am Abend werden Reisefreund Gerhard und ich auf der Suche nach einer Bar tatsächlich im Hauptgebäude fündig. Die Bar ist mit drei Kellnern besetzt, und die sind redlich bemüht, uns als einzige Gäste zu bedienen.


4. Tag: FR 23.05.2014, Sheki - Lagodekhi (Georgische Grenze)

Nach dem Frühstück brechen wir auf und besuchen einen typischen Bauernmarkt. Das passt mir gut, denn ausgerechnet heute morgen ist mir die Schnalle meines einzigen mitgenommenen Gürtels kaputtgegangen. Hier habe ich die Möglichkeit zur preiswerten Ersatzbeschaffung.

Wie in Vorderasien üblich wird das Fleisch frisch geschlachteter Tiere offen aufgehängt. Geflügel, Fisch, Gemüse, Obst und Nüsse komplettieren das Marktangebot. Exotische, mir nicht bekannte Früchte finde ich nicht - eine Ausnahme: grünes, unreifes Obst von der Größe einer Kirsche, das säuerlich schmeckt und mit etwas Salz versehen als Dessert sehr geschätzt wird.

Wir fahren weiter und besuchen einen alten aserbaidschanischen Friedhof. Shikife erzählt von islamischen Begräbnis- Sitten. Demnach sind nur Männer bei der Beisetzung des in ein Leichentuch gehüllten Leichnams zugegen. Die Frauen kommen erst drei Tage später zum Grab. Shikife sagt "Männer werden in 1,20 m Tiefe bestattet, Frauen 20 cm tiefer., Warum? Weil sie so geschwätzig sind..." Kaukasischer Humor.

Die georgische Grenze erreichen wir um die Mittagszeit. Wir sind in der Region Lagodekhi. Aufwändige Grenzkontrollen auf beiden Seiten (Zoll, Pass) warten auf uns.

Doswidanja Aserbaidschan - und auch Spasiba Shikife! Der Aufenthalt, insbesondere in Baku war viel zu kurz!

hier gehts weiter nach Georgien

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Meine Reiseliteratur- Empfehlungen für den Kaukasus:

Da wäre zunächst mal "Pulverfass Kaukasus: Konflikte am Rande des russischen Imperiums" von Manfred Quiring, Ch. Links Verlag, eine gute Einführung in Geschichte und aktuelle Politik in der Krisenregion nebst aufschlußreichen Reportagen. Hier wird auch die Interessenlage Russlands im Kaukasus sehr verständlich geschildert. 

Als beste Reiseführer kann ich die beiden Bände "Aserbaidschan" und "Armenien" aus dem Trescher-Verlag sowie den Reiseführer "Georgien" aus dem Reise-Know-How Verlag empfehlen. Letzterer ist mein Favorit!  

Schauen Sie mal, ob Sie das Video der Fritz Pleitgen- Reportage "Durch den wilden Kaukasus" bekommen... Pleitgen hat den Text auch als Buch im Verlag Kiepenheuer & Witsch veröffentlicht.

Und hier gehts zurück zur Startseite: www.travelhomepage.de (falls es mit dem Slide-In-Menue am linken Rand mal nicht klappt...)